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Nike Cortez – Urgestein der Sneakerszene

Der Nike Cortez gehört mit zu den ältesten Sneakern der Nike Firmengeschichte und hat somit schon so einige Jahre auf dem Buckel. Bereits im Jahre 1966 erblickte der erste Cortez das Licht der Welt und begeistert seit jeher Fans auf dem gesamten Globus.

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14.10.2018
01.06.2017

Im Verlauf der Zeit unterlag die Ikone vielen designtechnischen Änderungen und wurde häufig mit unterschiedlichen Materialien wie Leder, Velour oder Nylon neu gelauncht. Der Fokus auf Tragekomfort, Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit blieb dabei über die Jahre hinweg stets ehrhalten. Insbesondere die angehobene Ferse des Sneakers wurde von unzähligen Sportlern gefeiert, da sie das Risiko für eine Verletzung der Achillessehne deutlich reduzierte.  Auch große Kollaborationen sind dem Nike Cortez kein Fremdwort. Stars wie Bella Hadid oder auch Kendrick Lamar haben dem Sneaker in der Vergangenheit bereits ihren persönlichen Touch verliehen und damit eine Menge Hype generiert. Urgesteine wie der Nike Cortez werden gerne in solchen Kollabos wiederbelebt und erstrahlen häufiger wieder in neuem Glanz. Damit ihr diese zukünftigen Releases also nicht verpasst, solltet ihr unseren Grailify Newsletter abonnieren oder euch direkt für den WhatsApp Sneaker Alarm anmelden.

Nike Cortez – Sneaker mit Geschichte

Wenn es um die All-Time-Favorite Nike Silhouetten geht, dann dreht sich die Diskussion meistens um sehr populäre Sneaker wie dem Air Max, dem Air Force 1 und natürlich auch dem Air Jordan. Auch wenn diese Modelle schon seit Ewigkeiten im Rampenlicht stehen und so beispielsweise der Air Max vor kurzem sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert hat, ist der Nike Cortez schon seeehr viel länger im Sneakergame. So wurde der Klassiker vor nicht allzu langer Zeit 45 Jahre alt und sieht dabei immer noch so sexy aus wie früher. Innerhalb dieser immens langen Zeitspanne machte der Cortez so einige Änderungen und Relaunches durch, die wir euch jetzt vorstellen werden!

Bevor der Nike Cortez überhaupt erst das Licht der Welt erblicken durfte, gab es schon ein vorangegangenes Kapitel Mitte der 60er Jahre. In Kooperation mit der japanischen Schuhmanufaktur Onitsuka Tiger entwarf Bill Bowerman als Mitbegründer von Nike einen Sneaker, der mit einem aerodynamischen Upper, einer fortlaufenden Midsole aus Schaum sowie mit einer sehr traktionsreichen Fischgräten Außensohle ausgestattet wurde. Im Jahre 1966 ließ Bowerman 300 Paare seiner Kreation unter dem rudimentären Namen „TG-24“ anfertigen und verkaufte sämtliche Modelle an Athleten innerhalb der Vereinigten Staaten. Abgesehen von dem sehr sperrigen Namen erfüllte der Schuh sämtliche Wünsche der Sportler und wurde zum absoluten Beststeller.

Wer sich ein wenig mit der Geschichte von Nike auskennt, der wird wissen, dass sie zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Namen Blue Ribbon Sports agierten. BRS importierte eine lange Zeit High-Performance Schuhe aus Japan in die USA und stieß auf eine wirklich sehr hohe Nachfrage. Darunter zählte auch der damals neuentwickelte TG-24. Im Jahre 1967 ließ Bowerman den Namen des Sneakers aber letztendlich in das deutlich bekömmlichere Pseudonym „Mexico“ umändern. Dieser Wandel basierte passenderweise auf den Olympischen Sommerspielen 1968 in Mexiko, welche von Bowerman als optimale Chance zur Vermarktung der neuen Laufschuhe gesehen wurden. Doch auch der Mexico sollte seinen Namen nur für wenige Runden auf der Laufbahn behalten.

So entschieden sich Bowerman und Onitsuka Tiger kurz vor dem Start der Olympiade für das neue Pseudonym „Aztec“. Auch dieser Name verblieb allerdings nur für einen kurzen Zeitraum, da schon sehr bald ein ziemlich kritischer Brief aus Deutschland ankam. Der neugewählte Name lag rechtlich gesehen nämlich zu nahe am adidas Azteca Gold, weshalb sehr zügig ein neuer Begriff gewählt werden musste. Und so entschied sich BRS letztendlich für den heute weltbekannten Namen „Cortez“. Angeblich wurde dieses Pseudonym gewählt, da der spanische Konquistador Hernan Cortes die Azteken besiegte. Ziemlich cleverer Seitenhieb gegen die Konkurrenz aus Deutschland. Darüber hinaus wurde der Sneaker trotz der forcierten Namensänderung zum absoluten Bestseller. So wurde der TG-24 Cortez von unzähligen Athleten für seine Eigenschaften verehrt, aber auch im Lifestyle Bereich begann langsam der große Durchbruch. Auch wenn die Zusammenarbeit zwischen BRS und Onitsuka Tiger riesigen Erfolg mit sich brachte, bahnten sich hinter den Kulissen so einige Probleme an.  

Im Mai 1971 sollte es dann nämlich so weit sein, dass die Geschäftsführer Bowerman und Knight ihre Unternehmung von BRS in Nike umbenannten. Der Plan war es, den Nike Cortez als einen der ersten Modellreihen unter dem neuen Namen zu vertreiben und damit zum Start der Brand gut aufgestellt zu sein. Das resultierte allerdings in einem jahrelangen Rechtsstreit mit dem bisherigen Partnerunternehmen Onitsuka Tiger. In dieser Zeit vertrieben beide Manufakturen ihre Sneaker unter ähnlichem Design und dem Namen „Cortez“, bis Nike den Disput im Jahre 1974 gewann. Der Rest ist Geschichte 😉 Im Laufe der kommenden Jahre musterte sich der Nike Cortez somit zum absoluten Klassiker im Casual Wear Segment und er wird selbst 45 Jahre später immer noch von Fans auf dem gesamten Globus geliebt.