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adidas Gazelle – Klassiker im Sneakergame

Der adidas Gazelle ist zweifellos einer der berühmtesten Sneaker, der jemals von dem Label mit den drei Streifen hergestellt worden ist. So lässt sich der Anfang seiner einzigartigen Geschichte sogar bis in die Mitte der 60er Jahre zurückdatieren. Auch wenn die Ästhetik des Schuhs von Vielen als sehr simpel wahrgenommen wird, schließen unzählige Träger den Gazelle gerade aufgrund seines cleanen und bescheidenen Looks ins Herz.

24.02.2018

Das sorgt dafür, dass der Klassiker selbst nach 50 Jahren noch kontinuierlich weiter produziert wird. Solche Urgesteine der Sneakerszene werden übrigens verdammt gerne in spannenden Kollaborationen wiederbelebt. Damit ihr also keine zukünftigen Releases verpasst, solltet ihr  regelmäßig unseren Sneaker Release Kalender checken oder euch direkt für den WhatsApp Sneaker Alarm anmelden.

adidas Gazelle – Sneaker mit Geschichte

Über den Ursprung des Namens und den anfänglichen Zweck des adidas Gazelle wurde in der Vergangenheit bereits viel diskutiert. Einige gehen davon aus, dass der Sneaker als Laufschuh gedacht war, welcher nach der amerikanischen Sprinterin Wilma Rudolph benannt wurde. Sie gewann drei Gold Medaillen bei den olympischen Spielen 1960 in Rom, während sie Schuhe aus dem Hause adidas trug. In dieser Zeit hatte sie sich den Spitznamen „The Black Gazelle“ verdient, aus dem sich dann auch der Name des Klassikers abgeleitet haben soll. Dagegen spricht allerdings, dass Wilma sich bereits im Jahre 1962 aus der kompetitiven Laufszene zurückzog. Das sind ganze vier Jahre vor der ersten Veröffentlichung des adidas Gazelle. Die andere Theorie bezieht sich auf das Faible für sehr schnelle Säugetiere. So hat adidas in der Vergangenheit bereits andere Sneaker unter Namen wie „Panther“ oder „Jaguar“ verkauft. Die Namensgebung „Gazelle“ erscheint daher durchaus logisch, da der Sneaker an den unglaublichen Speed einer Gazelle appellieren soll. In Bezug auf den ursprünglichen Zweck des Klassikers gibt es ebenfalls keine eindeutige Antwort. Obwohl der adidas Gazelle auf die Basis eines Laufschuhs zurückgriff, wollte man einen Sneaker für einen eher allgemeineren sportlichen Gebrauch kreieren. So wurde der Gazelle damals mit Hilfe des westdeutschen Fußball Nationalteams sowie mit Hilfe von internationalen Handballspielern getestet, um eine gute Balance für den Schuh zu finden.

Das führt uns letztendlich zu der Frage: Was macht den Gazelle abgesehen von seinem Aussehen so gut? Die Antwort dazu ist eigentlich so simpel wie das Design des Sneakers. Der adidas Gazelle war der erste Schuh mit den berühmten drei Streifen, der aus Velours hergestellt wurde. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung kannte man allerdings ausschließlich Trainingsschuhe aus stinknormalem Leder. Der Vorteil von Velours ist die erhöhte Biegsamkeit und Leichtigkeit, ohne dabei auf einen ausgezeichneten Schutz des Fußes verzichten zu müssen. Den Athleten wurde somit ein Tragegefühl geboten, das sie so bisher noch nicht kannten.

Der adidas Gazelle kam ursprünglich in nur zwei Colorways auf den Markt. Ein blauer sowie ein roter Sneaker mit den charakteristischen weißen Streifen. Der ein oder andere könnte jetzt meinen, dass sich tatsächlich nur die Farbschemen der Schuhe unterschieden. Die zwei Colorways hoben sich allerdings auch in Bezug auf die einzelnen Komponenten deutlich voneinander ab. Um diese Unterschiede überhaupt wahrzunehmen, musste man die beiden Modelle lediglich umdrehen. So sind einem direkt die völlig verschiedenen Outsoles der zwei Schuhe aufgefallen, welche auch ein unterschiedliches Maß an Traktion zur Verfügung stellten. Der rote Gazelle konnte so beispielsweise mit einer transparenten sowie rutschfesten Sohle auftrumpfen, welche an den vorherigen „Olympia“ Schuh erinnerte. Sie bestand aus Kautschuk und wurde mit einem wellenförmigen Muster imprägniert. Dadurch eignete sich diese Variante perfekt für den Outdoor Gebrauch. Der blaue Gazelle hingegen hatte eine geriffelte Mikrozellen Sohle. Diese spezielle Mikrozellen Technologie macht sich kleine Luftbläschen im Gummi zu Nutze, welche die Dämpfqualitäten des Sneakers nochmal deutlich verbessern sollten. Die geriffelte Oberfläche sorgte außerdem dafür, dass man eine gute Traktion auf Hallenböden erhielt.

In den 70er Jahren gehörte der adidas Gazelle somit zu den populärsten Modellen und die Brand mit den drei Streifen experimentierte auch weiterhin fleißig mit der Außensohle des Schuhs herum. Dadurch wurde der Klassiker beispielsweise um das sogenannte „Soft Protect Heel Tab“ erweitert, welches die Achillessehne besser unterstützte. Auch die Schuhzunge wurde mit Nylon geupgraded und bot damit noch ein wenig mehr Komfort. 1972 führte man dann letztendlich auch die Sechskant Mikrozellen Sohle ein, welche dem Gazelle die wohl modernste Outsole verlieh. Sie wird auch heute noch für die Neuinterpretation des Schuhs genutzt.

Auch in den 80er Jahren wurde der adidas Gazelle weiterhin hergestellt und erlangte insbesondere in Großbritannien große Popularität. Dort wurde er primär als Trainings- und Freizeitschuh verkauft. Interessanterweise gab es bis zum Release des australischen Gazelle Grun im Jahre 1985 keinerlei andere Farbvariationen in Europa. Erst ab den 90er Jahren wurden unzählige aufmerksamkeitserregende Colorways veröffentlicht. Die Version aus dem Jahre 1991 wurde dann übrigens auch für das Revival im Jahr 2016 genutzt. Der Werdegang des adidas Gazelle ist einfach nur erstaunlich!